Die Heliosschule als…

Uni­versi­täts­schule

Die Entstehungsgeschichte der Inklusiven Universitätsschule Köln (IUS)

Die Geschichte der IUS beginnt mit einer Studierendeninitiative an der Humanwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln. Im Kontext von Protesten gegen die Einführung von Studiengebühren und daraus entstandenen Forderungen nach mehr Partizipation an universitären Strukturen und Studieninhalten gründete sich das BildungsRaumProjekt ‚School is open‘ und entwickelte erste Ideen für eine neue Lehrer*innenbildung. Nach dem Vorbild universitärer Praxisschulen (z.B. in Finnland) wurde die Idee einer Inklusiven Uni­versi­täts­schule entwickelt. Aufgabe dieser Schule sollte sein, auf Basis eines breiten Inklusionsverständnisses und im permanenten Austausch mit universitärer Forschung Schulentwicklung und exzellente, praxisnahe und partizipative Lehrer*innenbildung zu realisieren. Die Konkretisierung der Idee und die Ausarbeitung des pädagogischen Konzeptes erfolgte in einem Schulgründungs-Arbeitskreis. Dabei entstand die Gründungsschrift „Eine inklusive Schule für alle“ (Reich, Asselhoven & Kargl 2015). Zeitgleich wurden Ideen zur Verknüpfung von pädagogischem Konzept und innovativer Architektur entwickelt. Beteiligt waren Stadt, Universität, ‚Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft‘, der Jungendhilfeträger ‚Perspektive Bildung e.V.‘ sowie Mitglieder des Schulgründungs-Arbeitskreises. Unter Mitwirkung der ‚Bürgerinitiative Helios‘ wurde das Helios-Gelände in Köln-Ehrenfeld als Standort für die IUS festgelegt. Im Sommer 2015 erfolgte schließlich die Gründung der Helios Grundschule am Interimsstandort in Köln-Sülz, im Sommer 2018 startete der Aufbau der vierzügigen Helios Gesamtschule an zwei Interimsstandorten im Stadtteil Ehrenfeld. Der erste Spatenstich zur Errichtung des Neubaus erfolgte im Winter 2019.

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Handlungsfelder der IUS

In Zusammenarbeit des Rektorats, der Fakultäten und des Zentrums für Lehrer*innenbildung (ZfL) der Universität zu Köln, der kooperierenden Hochschulen und der Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL) sowie durch persönliches Engagement zahlreicher Menschen der beteiligten Institutionen werden an der IUS vier zentrale, eng vernetzte Handlungsfelder bearbeitet:

  • Lehrer*innenbildung: Die Studierenden der verschiedenen Lehrämter und Fächer an der Universität zu Köln und den kooperierenden Institutionen Deutsche Sporthochschule und Hochschule für Musik und Tanz erhalten in den Praxisphasen vertiefte Einblicke in den pädagogischen Alltag einer inklusiven Schule und lehren und lernen als Teil der multiprofessionellen Teams an der IUS. In der engen konzeptionellen und praktischen Zusammenarbeit zwischen Universität und Schule gelingt eine produktive Verzahnung von Theorie und Praxis. Gleichzeitig soll die Lehrer*innenbildung an Universität und Hochschulen durch die Kooperation mit der IUS Impulse zur Weiterentwicklung erhalten.
  • Schulentwicklung: An der IUS werden im multiprofessionellen Team und in engem Austausch mit Forschenden der Universität zu Köln innovative Konzepte für das inklusive Lernen im Ganztag entwickelt. Für die Kooperation zwischen Universität und Schule ist das Prinzip der gegenseitigen Anerkennung und der Partnerschaft auf Augenhöhe leitend. Inhaltliche Schwerpunkte sind u.a. selbstorganisiertes und kooperatives Lernen, Demokratielernen, Digitalisierung sowie eine Orientierung an interdisziplinären Fragestellungen auf der Basis der Global Goals (vgl. Agenda 2030 der Vereinten Nationen).
  • Grundlagen- und Entwicklungsforschung: Die IUS ist ein ausgewiesenes Feld für das Forschende Lernen, die schulbezogene Grundlagenforschung und die entwicklungsorientierte Bildungsforschung. Das Forschende Lernen und die Grundlagenforschung tragen durch Rückmeldung von Ergebnissen zur Schulentwicklung bei. In der Entwicklungsforschung arbeiten Wissenschaftler*innen mit Studierenden und Mitarbeitenden der multiprofessionellen Teams beider Schulen zusammen und vernetzen Forschung und Schulentwicklungsvorhaben in konkreten Projekten.
  • Innovationstransfer: Die IUS ist Teil der Third Mission der Universität zu Köln, die es sich zum Ziel gemacht hat, das an der Universität generierte Wissen für die Gesellschaft verfügbar zu machen und gleichzeitig Impulse aus der außeruniversitären Welt für Forschung und Lehre aufzunehmen. Die durch Lehrer*innenbildung, Schulentwicklung und Forschung an der IUS gewonnenen Erkenntnisse sollen anderen Schulen zugänglich gemacht werden. Ein wichtiger Baustein sind akademische Hospitationen, in denen die IUS zum Resonanz- und Reflexionsraum für Schulentwicklungsakteur*innen wird. 

Menschen

Wissenschaftliche Leitung

Die Wissenschaftliche Leitung der IUS ist an der Humanwissenschaftlichen Fakultät angesiedelt. Seit 2021 ist die Wissenschaftliche Leitung mit der Professur für Schulforschung mit dem Schwerpunkt Unterrichtsentwicklung verbunden. Diese Professur ist seit 2021 mit Prof. Dr. Matthias Martens besetzt. Die Wissenschaftliche Leitung koordiniert im Auftrag des Rektorats die Aktivitäten in den vier Handlungsfeldern (Lehrer*innenbildung, Schulentwicklung, Forschung und Transfer) und ist für die Konzeptarbeit zur Kooperation zwischen Universität, den Heliosschulen und den Kooperationspartner*innen verantwortlich. Darüber hinaus vernetzt die Wissenschaftliche Leitung die IUS mit anderen Universitäts- und Versuchsschulen im In- und Ausland.

Die bisherigen wissenschaftlichen Leiter*innen waren Prof. Dr. Kersten Reich und Prof. Dr. Lisa Rosen.

Team

Prof. Dr. Matthias Martens (Wissenschaftlicher Leiter)m.martens at uni-koeln.de 0221-470 3955
Dr. Lucia Sehnbruch (Wissenschaftliche MitarbeiterinSchwerpunkt: Projektkoordination Lehrer*innenbildung & Forschung)kontakt-universitaetsschule at uni-koeln.de 0221-470 76269
Isabel Kratz (Wissenschaftliche MitarbeiterinSchwerpunkt: Koordination Forschung/Schulentwicklung Primar­stufe)ikratz1 at uni-koeln.de
Ellen Reuther (Wissenschaftliche MitarbeiterinSchwerpunkt: Koordination Forschung/Schulentwicklung Sekundar­stufe)ellen.reuther at uni-koeln.de
Karine Eu (Sekretariat)karine.eu at uni-koeln.de 0221-470 8340

Projekte und Kooperationen

Forschungsprojekt DigiLi

Das DigiLi-Projekt geht aus interdisziplinärer Perspektive der Forschungsfrage nach, inwiefern sich die Potenziale von digitalen Lehr- Lern-Materialien für den Literaturunterricht in heterogenen Lerngruppen nutzen lassen. Das Projekt setzt sich nicht nur zum Ziel, auf der Grundlage theoretischer Forschungsansätze und empirischer Daten aus dem Blickwinkel zweier Disziplinen ein Konzept für das digitale Lernen im inklusiven Literaturunterricht zu entwickeln, sondern verfolgt auch die Konzeption konkreter, digitaler und zugleich barrierefreier Lernarrangements sowie deren empirische Erprobung für den Literaturunterricht in heterogenen Lerngruppen. Dazu nutzt das Projekt einen innovativen Forschungsansatz, der zugleich als methodologisches Bindeglied zu einer anwendungsorientierten Entwicklungsarbeit fungiert und einen Konnex von Wissenschaft und Schulpraxis schafft.

Die interdisziplinäre Ausrichtung des Projekts löst die häufig geforderte Kooperation von Fachdidaktik und Sonderpädagogik hinsichtlich aktueller Fragestellungen im Forschungsfeld Inklusion ein. Außerdem stellt sich das Projekt lösungsorientiert den aktuellen Herausforderungen inklusiver Unterrichtspraxis unter Berücksichtigung aller Akteur*innen. Die Ergebnisse werden veröffentlicht und ein Transfer in die Schulpraxis angestrebt. Das DigiLi -Projekt liefert erstmals Erkenntnisse darüber, wie der Abbau von Bildungsbarrieren hinsichtlich der kulturellen Teilhabe an Literatur und eine bedarfsgerechte, individuelle Förderung aller Schüler*innen in heterogenen Lerngruppen ermöglicht werden kann.

Konzeption und Durchführung einer Lernlandschaft in Kooperation mit der Inklusiven Uni­versi­täts­schule Köln
Datenerhebung an der Inklusiven Uni­versi­täts­schule Köln 2022-04

Siehe auch: digili-digitales-lernen-im-inklusiven-literaturunterricht

Siehe auch: https://digi-ebf.de/digili

Mehr zu DigiLi

DigiLi – Lernen mit Medien im inklusiven Literaturunterricht (Kooperation mit dem Institut für deutsche Sprache und Literatur II der Universität zu Köln)

Was ist DigiLi?

In Kooperation von Literaturdidaktik (JProf. Dr. Wiebke Dannecker), der Inklusiven Uni­versi­täts­schule Köln und dem Lehrstuhl für Pädagogik und Didaktik bei Menschen mit geistiger Behinderung (Prof. Dr. Kerstin Ziemen) entwickeln wir im Projekt DigiLi ein Konzept für die Gestaltung inklusiven Literaturunterrichts. 

Wer sind wir?

Prof. Dr. Kerstin Ziemen, Laura Müller und Sophie Spieß für das Team Inklusive Didaktik

JProf. Dr. Wiebke Dannecker, Leonie Carell und Caroline Ambrosini für die Literaturdidaktik.

Außerdem können wir auf die Unterstützung von Dr. Anke Groß-Kunkel und Dr. Susanne Mischo zurückgreifen. Darüber hinaus unterstützt uns die Mediendesign-Agentur beau bureau bei der Entwicklung einer Web-App für das Lernen im inklusiven Literaturunterricht, die Fragen der Barrierefreiheit im Sinne eines Universal Designs for Learning umsetzt.

Welche Ziele verfolgt das DigiLi-Projekt?

Am Anfang des Projekts stand für uns die Überlegung, wie wir allen Kindern kulturelle Teilhabe im inklusiven Literaturunterricht ermöglichen können. Welche Rolle in diesem Zusammenhang die digitalen Medien spielen, ist für uns forschungsleitend. 

Wie gelingt die Umsetzung in der Schulpraxis?

Die Inklusive Uni­versi­täts­schule bietet uns optimale Bedingungen für die Entwicklung eines Konzepts für das Lernen im inklusiven Literaturunterricht, weil das Schulkonzept seinerseits eine offene Lernstruktur – organisiert in so genannten Lernlandschaften – vorsieht und sich die Schule den SDGs – den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung – als Schule im Veedel verpflichtet hat. Darüber hinaus sind alle Klassen so genannte ipad-Klassen.

Welche Daten werden erhoben?

Das Projekt wird vom BMBF gefördert und damit haben wir die Möglichkeit, unser Konzept empirisch zu fundieren. Dazu folgen wir der iterativen Forschungslogik des Design Based Research und beziehen alle Akteur*innen im schulischen Feld in die Entwicklung mit ein.

Was ist das Ergebnis des Projekts?

Wir erproben unser Konzept und die Web-App an der inklusiven Uni­versi­täts­schule Köln und veröffentlichen dann nicht nur die Forschungsdaten und laden zu einer Konferenz im September 2023 ein, sondern die Web-App wird als Open Educational Ressource allen Schulen zugänglich gemacht.

DigiLi – Erklärvideo

Link auf das Erklärvideo für den DigiLi – Lernplan in der Lernzeit Deutsch im Jahrgang 9 (externer Link)

Mathe sicher können

Das Projekt „Mathe sicher können“ fokussiert die Förderung leistungsschwächerer Schülerinnen und Schüler im Mathematikunterricht. Hierfür werden forschungsbasierte und unterrichtserprobte Diagnose- und Fördermaterialien in nicht-gymnasialen Schulformen der Sekundar­stufe I eingesetzt. Diese Materialien verfolgen das zentrale Ziel des Projekts, mathematische Verstehensgrundlagen der Schülerinnen und Schüler durch gezielte Unterstützung und Förderung aufzuarbeiten sowie zu sichern.

Vor diesem Hintergrund finden im Projekt „Mathe sicher können“ folgende drei Leitideen Berücksichtigung:  Diagnosegeleitetheit, Verstehensorientierung und Kommunikations-
förderung. Das Förderkonzept ist diagnosegeleitet, da zu Beginn die Kenntnisse und Vorstellungen der Lernenden zu bestimmten Lerngegenständen erhoben werden, um daran anknüpfend gezielt fördern zu können. Im Rahmen der Förderung steht dann das Verständnis für die mathematischen Lerninhalte im Fokus. Dafür ist die Kommunikation über die Inhalte von zentraler Bedeutung. Die genannten Prinzipien werden in einer an die Diagnose anschließenden Förderung mit Hilfe des Fördermaterials innerhalb einer moderierten Kleingruppe umgesetzt. Seit 2019 wurde das „Mathe-sicher-können“-Förderprogramm innerhalb einer Kooperation mit der Inklusiven Uni­versi­täts­schule Köln wöchentlich im Rahmen verschiedener Formate der Förderung eingesetzt

Mehr zu „Mathe sicher können“ (MSK) unter: https://mathe-sicher-koennen.dzlm.de/
(Eine Kooperation mit Prof. Dr. Birte Friedrich und ihrem Team des Instituts für Mathematikdidaktik der Universität zu Köln)

Was ist „Mathe sicher können“?
Ein Projekt zur Diagnose und Förderung von mathematischen Verstehensgrundlagen

Wer sind wir?

Leitungsteam des Projekts: Prof. Dr. Susanne Prediger, TU Dortmund / IPN Kiel; Prof. Dr. Christoph Selter, TU Dortmund; Prof. Dr. Birte Friedrich (geb. Pöhler) Universität zu Köln, jetzt Universität Potsdam; Prof. Dr. Daniela Götze, TU Dortmund

Umsetzung an der Heliosschule: Prof. Dr. Birte Friedrich und Esther Wensing mit einem Team aus Studierenden und Lehrkräften

Welche Ziele verfolgt das MSK-Projekt?

Das zentrale Ziel des Projekts ist es, allen und somit gerade auch den schwächeren Schülerinnen und Schülern mathematische Erkenntnisse, insbesondere hinsichtlich für das mathematische Weiterlernen relevanter Verstehensgrundlagen, zu ermöglichen.

Wer wird gefördert?

Das Diagnose- und Förderkonzept wendet sich an Lernende, die zu Beginn der Klasse 5 / 6 durch fehlende bzw. lückenhafte mathematische Verstehensgrundlagen auffallen. Dies betrifft laut einer Erhebung in der Jahrgangsstufe 5 im Jahr 2020 an der Heliosschule etwa 35 % der Lernenden. Da die Lehrkräfte bei einer diesbezüglichen unterrichtsbegleitenden Förderung oft an ihre Grenzen stoßen, müssen die Lücken in den Verstehensgrundlagen durch gezielte Unterstützung und Förderung aufgearbeitet werden. Dies ist auch nötig, damit die Lernenden dem weiteren Mathematikunterricht in der Sekundar­stufe I produktiv folgen können.

Wie gelingt die Umsetzung in der Schulpraxis?

Nach einer Bedarfsanalyse auf Grundlage des BASIS-MATH-G 4+-5 und dem Austausch mit den Fachlehrkräften des Fachs Mathematik werden Diagnose-gespräche mit den ausgewählten Schülerinnen und Schülern geführt. Auf Basis dessen werden Lernende für eine Förderung im Projekt „Mathe sicher können“ ausgewählt und lerngegenstandsspezifisch in Gruppen eingeteilt. Anschließend erfolgt die Förderung der Lerninhalte, indem die Kleingruppe in wöchentlichen Fördersitzungen regelmäßig mit der Förderlehrkraft zusammenkommt. Ein Beispiel für eine solche Umsetzung an der Heliosschule fand im Rahmen des Programms „Extra-Zeit zum Lernen“ statt, welches dazu diente, die durch die Corona-Pandemie entstandenen Lernlücken der Lernenden zu reduzieren.

Welche Daten werden erhoben?

Einerseits werden aktuelle Daten über die mathematischen Kompetenzen der einzelnen Jahrgänge zu Beginn eines Schuljahres mit dem BASIS-MATH erhoben. Außerdem werden Diagnosegespräche geführt und Fördersitzungen umgesetzt. Davon werden für weitere Analysen vereinzelt Videos angefertigt, um wertvolle Erkenntnisse festzuhalten zu können. Diese vielfältigen Daten werden anschließend unter anderem im Rahmen verschiedener Abschlussarbeiten ausgewertet

Was ist das Ergebnis des Projekts?

Der Einsatz des Fördermaterials von „Mathe sicher können“ wurde im inklusiven Setting erprobt. Anhand dessen wurden notwendige Rahmenbedingungen für produktive Förderungen im digitalen sowie im präsenten Raum erforscht und (weiter-)entwickelt. Mit Blick auf die Sicherung relevanter Verstehensgrundlagen und das Reduzieren diesbezüglicher durch die Förderungen lässt sich festhalten, dass im Verlauf des Projektes zahlreiche positive Entwicklungen einzelner Lernender beobachtet werden konnten.

Veedelsforscher*innen & Zeitspurenlesen mit dem Social Lab der Universität zu Köln

Seit 2019 führt die Sekundar­stufe der Heliosschule in Kooperation mit dem Social Lab der Universität zu Köln jedes Jahr im Wechsel die Projekte Veedelsforscher*innen und Zeitspurenlesen durch.
Der Kooperationspartner Social Lab verfolgt das zentrale Ziel, innovative und an der spezifischen Fachlichkeit orientierte Lehr-Lern-formate für die Fächer Geschichte, Sozialwissenschaften und Geographie zu entwickeln, zu erproben, zu evaluieren und zu implementieren. Der Fokus des Social Lab liegt dabei auf einer engen Verknüpfung von Theorie und Praxisdes Lehrens und Lernens innerhalb der universitären Lehrer*innenbildung. Das Social Lab agiert zudem als Verbindungsglied zwischen den Fächern und identifiziert inhaltliche wie methodische Synergien für den gesellschaftswissenschaftlichen Unterricht.
In beiden Projekten steht forschendes Lernen im Stadtraum Kölns im Fokus. Während die Schüler*innen im Projekt Veedelsforscher*innen Fragen an das eigene Veedel nachgehen (z.B. Welche Orte sind besonders, aber kaum jemand kennt sie? Wo gelten welche Regeln und sind sie sinnvoll? Wo und wie können Kinder im Veedel mitbestimmen?), geht es beim Zeitspurenlesen um das Entdecken und Analysieren von Spuren in der Stadt, die auf Vergangenes verweisen und Bezüge zur Gegenwart haben.
Die Projekte finden stets im zweiten Schulhalbjahr im Rahmen der Projektzeit statt und fokussieren den Lernbereich Gesellschaftslehre (Geographie, Geschichte, Sozialwissenschaften).
Aus den Projekten ergeben sich vielfältige fachdidaktische und überfachliche Forschungsanlässe, derzeit setzt sich bspw. ein Forschungsprojekt mit Resonanzerfahrungen im Projektunterricht auseinander.
Im Rahmen der Projekte konnten bereits über 200 Lehramtsstudierende früh in ihrem Studium begleitete Praxiserfahrungen mit einem inklusiven, digital gestützten und fächerintegrierenden Projektunterricht sammeln, der für die anschließende Reflexion in Teilen videographiert wird. Aus dieser Kooperation ist zudem eine Projektgruppe aus Mitarbeiter*innen und Partner*innen des Social Labs sowie Kolleg*innen der IUS entstanden, die gemeinsam und nachhaltig an der Weiterentwicklung des Formats Projektzeit arbeitet.

Ansprechpartnerin an der Universität ist Dr.‘ Dorothea Wiktorin (d.wiktorin@uni-koeln.de)

Veröffentlichungen zur IUS

aktuelle Veröffentlichungen

  • Kesting, L., Lamers, H., Niessen, A. (2022). Navigationshilfe Lernlog. Ein digitales Logbuch als Instrument zur Förderung selbstgesteuerten Lernens. Schule leiten 30/2022, 42-43.
  • Lenke, I., Floridia, A. (2022). Fremdsprachen sprechen lernen in einer jahrgangsgemischten und inklusiven Lernkultur. In: H. Demo, S. Cappello, V. Macchia (Hrsg.), Didattica e inclusione scolastica – Inklusion im Bildungsbereich. Emergenze educative – Neue Horizonte. https://doi.org/10.13124/9788860461896.
  • Hensel, M., Martens, M., & Niessen, A. (2021). Forschendes Lernen als Schulleitung unterstützen. Erfahrungsbericht aus der inklusiven Uni­versi­täts­schule Köln. Lernende Schule, 95, 20-22.
  • Hensel, M., Martens, M., & Niessen, A. (2021). Partizipation als Fundament einer inklusiven Schule im Aufbau. PÄDAGOGIK, 73(7/8), 10-13.
  • Hensel, M., Jenquel, A., Martens, M., Niessen, A. (2021). Gemeinsam im Ganztag leben und lernen – ein Praxisbericht aus der Inklusiven Uni­versi­täts­schule der Stadt Köln (IUS). Gemeinsam Lernen, 1/2021, 74-79.
  • Niessen, A. (2021). Schule in pandemischen Zeiten. Herausforderungen und Gelingensbedingungen. Erftstadt: Ritterbach.

Liste aller bisherigen Veröffentlichungen

  • Asselhoven, D., Kargl, S., Elsässer, J. & Schumann, F. (2016). Inklusive Praxen entwickeln – Die „Inklusive Uni­versi­täts­schule der Stadt Köln“. In M. Ottersbach, A. Platte & L. Rosen (Hrsg.), Soziale Ungleichheiten als Herausforderung für inklusive Bildung (S. 189-204). Wiesbaden: Springer VS.
  • Hensel, M., Martens, M., & Niessen, A. (2021). Forschendes Lernen als Schulleitung unterstützen. Erfahrungsbericht aus der inklusiven Uni­versi­täts­schule Köln. Lernende Schule, 95, 20-22.
  • Hensel, M., Martens, M., & Niessen, A. (2021). Partizipation als Fundament einer inklusiven Schule im Aufbau. PÄDAGOGIK, 73(7/8), 10-13.
  • Hensel, M., Jenquel, A., Martens, M., Niessen, A. (2021). Gemeinsam im Ganztag lieben und lernen – ein Praxisbericht aus der Inklusiven Uni­versi­täts­schule der Stadt Köln (IUS). Gemeinsam Lernen, 1/2021, 74-79.
  • Hensel, M., Niessen, A., Reuther, E., Rosen, L., Sehnbruch, L. Şengüler, B., Weber, B., & Werker, B. (2020). Die „Heliosschulen – Inklusive Uni­versi­täts­schulen der Stadt Köln“. Gründungsgeschichte und aktuelle Entwicklungsperspektiven. WE_OS-Jahrbuch 3(1), 37-47.
  • Kesting, L., Lamers, H., Niessen, A. (2022). Navigationshilfe Lernlog. Ein digitales Logbuch als Instrument zur Förderung selbstgesteuerten Lernens. Schule leiten 30/2022, 42-43.
  • Knieps, M., Niessen, A. (2020). Im Zusammenspiel das Wesentliche im Blick behalten. Kooperation in multiprofessionellen Teams. Klasse leiten 12/2020, 15-17.
  • Kricke, M., Reich, K., Schanz, L., & Schneider, J. (2018). Raum und Inklusion. Neue Konzepte im Schulbau. Weinheim: Beltz.
  • Lenke, I., Floridia, A. (2022). Fremdsprachen sprechen lernen in einer jahrgangsgemischten und inklusiven Lernkultur. In: H. Demo, S. Cappello, V. Macchia (Hrsg.), Didattica e inclusione scolastica – Inklusion im Bildungsbereich. Emergenze educative – Neue Horizonte. https://doi.org/10.13124/9788860461896.
  • Niessen, A. (2021). Schule in pandemischen Zeiten. Herausforderungen und Gelingensbedingungen. Erftstadt: Ritterbach.
  • Niessen, A. (2021). „Um ein Kind zu erziehen, brauchst du ein ganzes Dorf.“ In: MonitorLehrerbildung.
  • Reich, K. (2012). Inklusion und Bildungsgerechtigkeit. Standards und Regeln zur Umsetzung einer inklusiven Schule. Weinheim: Beltz.
  • Reich, K. (2014). Inklusive Didaktik. Bausteine für eine inklusive Schule. Weinheim: Beltz
  • Reich, K., Asselhoven, D. & Kargl, S. (2015). Eine inklusive Schule für alle. Das Modell der Inklusiven Uni­versi­täts­schule Köln. Weinheim: Beltz
  • Reich, K. (Hrsg.) (2017). Inklusive Didaktik in der Praxis. Beispiele erfolgreicher Schulen. Weinheim: Beltz.
  • Reich, K. (2018). The Helios School. Inclusive University School in the City of Cologne. International Research in Higher Education, 3(1).
  • Reich, K. (2019). Die „Heliosschule – Inklusive Uni­versi­täts­schule der Stadt Köln“. Die Deutsche Schule, 111(1), 66-77.
  • Rosen, L., Sehnbruch, L., & Werker, B. (2020). Herausforderungen der theoretischen Anschlussfähigkeit der sogenannten Neuen Autorität an die didaktische Grundlegung und das Rahmenkonzept der „Heliosschulen – Inklusive Uni­versi­täts­schulen der Stadt Köln“. Zeitschrift für Inklusion, 2.